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Pressemitteilung

DIALOG MILCH – Initiative für Verständnis und Verständigung

20. Januar 16

Die Landesvereinigungen der Milchwirtschaft in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen starten eine gemeinsame Initiative für mehr Verständnis und eine bessere Verständigung zwischen der Milchbranche und der breiten Öffentlichkeit: DIALOG MILCH. Im Rahmen des nordwestdeutschen Milchtreffs, der jährlich anlässlich der Grünen Woche in Berlin stattfindet, wurde das vielschichtige und ambitionierte Projekt vorgestellt.

 

DIALOG MILCH heißt eine Initiative, die gemeinsam von den Landesvereinigungen der Milchwirtschaft in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen organisiert und finanziert wird und die heute im Rahmen des jährlichen nordwestdeutschen Milchtreffs in Berlin vorgestellt wurde.

Immer höhere ethische Ansprüche
„Neben den Herausforderungen wirtschaftlicher Art sieht sich die Milchwirtschaft auch zu immer höheren ethischen Ansprüchen verpflichtet“, sagte Jan Heusmann, Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. bei der Vorstellung der neuen Initiative. Zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland halte die Milchwirtschaft für wichtiger als jede andere Branche. Zugleich aber äußere sich die Hälfte aller Bürgerinnen und Bürger skeptisch im Hinblick auf deren langfristige Ausrichtung und die Methoden, insbesondere im Bereich der Tierhaltung.
„Das ist aus unserer Sicht bedenklich. Umso mehr, wenn man weiß, wie viel sich im Hinblick auf eine nachhaltige, moderne Milchwirtschaft in den letzten Jahren auf den Höfen in unserem Land verändert hat“, so Jan Heusmann.


Förderung von Verständnis, Bereitschaft zur Veränderung
Ziel der Initiative DIALOG MILCH ist denn auch die „Förderung von Verständnis bei gleichzeitigem Versprechen zur Bereitschaft von Veränderung“. Umgesetzt wird dies durch ein Spektrum an Projekten, das in unterschiedlicher Form auf alle wichtigen Interessensgruppen und Meinungsbildner zugehen wird: Journalisten werden Workshops zur vertieften Diskussion kritischer Themen angeboten, mit NGO’s und Politikern wird man Positionen und Perspektiven in offener, kontroverser, aber stets sachorientierter Form an runden Tischen diskutieren. Für Bürger beabsichtigt man Foren zur Information und Diskussion einzurichten. Landwirte sollen zu Botschaftern ihres eigenen Berufsstands gemacht werden.
„Zu lange haben wir uns in die Defensive drängen lassen“, resümiert Hans Stöcker, Rheinischer Vorsitzender der Landesvereinigung Milch Nordrhein-Westfalen. „Es wird Zeit, dass die Landwirtschaft – und insbesondere auch die Milchwirtschaft – wieder selbstbewusst die Initiative zum Gespräch ergreift. Wenn Kritik berechtigt ist oder Forderungen nach Veränderungen nachvollziehbar sind, dann gibt es keinen Grund, sich nicht offen damit auseinanderzusetzen. So werden wir unserer Verantwortung bewusst, schaffen neues Vertrauen und sichern unseren Platz in dieser Gesellschaft ebenso wie im weltweiten Wettbewerb.“

FORSA-Umfrage (LV Niedersachsen)
Im zweiten Projekt zum Auftakt der Initiative hat das Meinungsforschungsinstitut FORSA in einer umfangreichen, repräsentativen Befragung untersucht, welches Bild die deutschen Bürgerinnen und Bürger von der Milchwirtschaft haben, welches Vertrauen sie der Branche entgegen bringen und welche Erwartungen sie bezüglich ihrer künftigen Entwicklung und Positionierung am Markt haben. „Die Widersprüche, die dabei zutage gekommen sind, müssen zu denken geben“, sagte Kristine Kindler, Geschäftsführerin der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. „Trotz großer Fortschritte bei der Wahrnehmung unserer Branche in den letzten Jahren, müssen wir feststellen, dass ein großer Teil des Unverständnisses, auf das die moderne, nachhaltige Milchwirtschaft immer häufiger stößt, von einem Mangel an direkter Information und direktem Austausch beruht. Das gehen wir an mit DIALOG MILCH.“

Journalisten-Workshop (LV Nordrhein-Westfalen)
Zum Auftakt der Initiative DIALOG MILCH hatte die Landesvereinigung Milch Nordrhein-Westfalen im Dezember bereits zu einem Workshop mit Journalisten geladen. In verabredeter Vertraulichkeit wurden zunächst wechselseitige Erfahrungen und Umgangsformen miteinander besprochen. Im zweiten Teil wurden Fragen zur zunehmenden Internationalisierung der deutschen Milchwirtschaft erörtert und aus unterschiedlichsten fachlichen Perspektiven beleuchtet. „Für mich war es ein lehrreicher und informativer Tag“, resümierte der Geschäftsführer der Landesvereinigung Milch Nordrhein-Westfalen, Dr. Rudolf Schmidt. „Und auch der Zuspruch seitens der Journalisten ermutigt uns zur regelmäßigen Fortsetzung des Projekts.“


Weitere Informationen DIALOG MILCH erhalten Sie in Kürze unter www.dialog-milch.de.
Die Ergebnisse der FORSA-Umfrage erhalten Sie auf Nachfrage bei info@dialog-milch.de.


Für fachliche Rückfragen / Nicht zur Veröffentlichung:
Christine Licher, Landesvereinigung der Milchwirtschaft
Niedersachsen e.V.: Tel. +49 (0)511 856 53 - 0

Frank Maurer, Landesvereinigung der Milchwirtschaft
Nordrhein-Westfalen e.V.: Tel. +49 (0)2151 411 141 - 0

Für redaktionelle Rückfragen:
Armin Huttenlocher
RES Public Affairs. Corporate Affairs. GmbH
Tel. +49 (0)176 45 668 667

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