Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette Milch

Grafik Wertschöpungskette Milch

Herausforderungen in der Milcherzeugung

  • Ökonomie »

    • Abhängigkeit von Molkerei(en)
    • Investitionsdruck, nicht unbedingt bei der Betriebsgröße, sondern (auch) bei der technischen Ausstattung und den tiergerechten Haltungsbedingungen
  • Ökologie »

    • Energieverbrauch durch Futtermittelerzeugung, Melkanlagen, Kühlung
    • Methanausstoß der Kühe bei der Milchproduktion und damit Beitrag zu den weltweiten Treibhausgasemissionen
    • Wasserverbrauch durch Fütterung, Reinigung, Kühlung
    • Anfall von Abwasser durch Reinigung und Desinfektion der Melkanlagen und Stallungen und auch Kühlwasser
    • Erhaltung der Artenvielfalt
    • Qualitätssicherung (z.B. QM-Milch)
  • Soziales »

    • Arbeitsbedingungen für den Milchbauern schaffen, die seine Gesundheit und die der Mitarbeiter erhalten, z.B. Melkstand
    • Urlaubs- und Freizeit für sich und die Mitarbeiter ermöglichen
    • bei Bedarf zusätzliche Arbeitskräfte einstellen
    • Ausbildungsplätze schaffen
    • tiergerechte Haltungsbedingungen schaffen, z.B. Boxenlaufstall, komfortable Liegeplätze für die Kühe
    • angemessene Löhne für qualifizierte Mitarbeiter zahlen, unter Umständen auch übertariflich
    • Rechtfertigungsdruck gegenüber Gesellschaft: Methanausstoß der Kühe, Fütterung, Haltung

Herausforderungen in der Milchverarbeitung

  • Ökonomie »

    • Marketing für naturnahe, gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel
    • Rückgang der Erzeuger in den meisten Bundesländern
    • Marktmacht des Handels mit neuen Anforderungen
  • Ökologie »

    • Energieverbrauch in der Produktion (z.B. beim Erhitzen und Kühlen von Milch und Milchprodukten)
      Stichwort: CO2-Fußabdruck;
      Einsatz erneuerbarer Energien
    • Kraftstoffverbrauch
      durch Transportwege:
      Erzeuger - Molkerei - Handel
    • Wasserverbrauch zum Kühlen, Heizen, Reinigen, für die Dampferzeugung und zur direkten Verarbeitung der Produkte
    • Abwasser vor allem durch Reinigen der Anlagen in der Milchverarbeitung (enthalten Reinigungs-, Desinfektionsmittel und Milchbestandteile)
    • Abfall, Verpackungsreste und organische Abfälle aus den Produktionsanlagen
  • Soziales »

    • optimierte Arbeitsabläufe
    • Folgen des demographischen Wandels abschwächen:
      • qualifizierte Fachkräfte
      • Verbesserung der Betreuungsangebote
    • hohe gesellschaftliche und politische Nachhaltigkeitsanforderungen
    • Zertifizierung der Sozialmaßnahmen

Stärken / Chancen in der Milcherzeugung

  • Ökonomie »

    • optimale Haltungsbedingungen in modernen Ställen = gesunde Tiere und gute Leistungen
    • Erzeugung eines hochwertigen, gesunden Rohstoffs
  • Ökologie »

    • natürliche Produktionsweise
    • wenig Energieverbrauch im Stall: offene, durchlüftete Ställe
    • Wärmerückgewinnung bei Melkanlagen
  • Soziales »

    • naturnaher Arbeitsplatz
    • vielfältige Arbeiten: Betriebswirt,  Landwirt, Techniker, Tierpfleger und Landschaftspfleger in einem
    • gute Beziehung zu abnehmenden Molkereien

Stärken / Chancen in der Milchverarbeitung

  • Ökonomie »

    • alternative Nutzung der Nebenprodukte der milchverarbeitenden Prozesse, wie Molke, Buttermilch
    • ideale Produkte für Werbung: gesund, lecker, qualitativ hochwertig und natürlich
    • enge Beziehung zu Rohstoff-, besonders zu den Milchlieferanten
    • stabile Rohstoffbasis
    • starker Exportmarkt in Europa
  • Ökologie »

    • viele Einflussmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette
  • Soziales »

    • enge Beziehung zu Rohstoff-, besonders zu den Milchlieferanten
    • hohes Verantwortungsbewusstsein gegenüber Milchlieferanten