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Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen in der Wesermarsch
26. Februar '10Am 18. Februar 2010 lud das Bildungsnetzwerk Wesermarsch (BiNe) zur Auftaktveranstaltung „Ernährungsbildung bei Kindern und Jugendlichen in der Wesermarsch“ in das Forum der BBS Wesermarsch, Brake ein. Diese Veranstaltung richtete sich vor allem an LehrerInnen, ErzieherInnen, Mitarbeiter aus den Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit, Eltern- und Schülervertretungen etc. Auf dem Programm standen zahlreiche Vorträge sowie in der Mittagszeit der Besuch des Markts der Möglichkeiten. Hier standen 23 Aussteller für Gespräche bereit, so dass mit Experten aus der Region (z.B. Sportvereine, Landfrauen, Milchhof Meinen, das Projekt die BesserEsser aus Norden, Verbraucherzentrale Niedersachen usw.) zum Thema Ernährungsbildung wichtige Kontakte geknüpft werden konnten.
Auch am Stand der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachen e.V. (LVN) konnten sich die Besucher über das Informationsangebot und die Projekte der LVN informieren, zahlreiche Materialien mitnehmen und ihre Fragen stellen. Weitere Informationen zur Kinderernährung und Ernährungsbildung erhielten die BesucherInnen aus den Vorträgen am Vor- und Nachmittag.
Die Veranstaltung wurde nach den Grußworten mit dem Vortrag von Dr. Dorothee Meyer-Mansour, Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, eingeleitet. Schulen und Kindergärten seien die idealen Lebenswelten, um Einfluss auf die Ernährungssituation von Kindern und Jugendlichen zu nehmen und um ein gesundheitsförderliches Verhalten zu üben, so Dr. Meyer-Mansour. Allerdings sei die momentane Schulverpflegung von der Zielgruppe der SchülerInnen zumeist schlecht bewertet (Nestle Studie 2010). Wichtige Bewertungskriterien sind der Geschmack, das Aussehen, die Frische, die Essatmosphäre, Essenszeit und die Freundlichkeit des Personals. Genau an diesen Punkte müsse angesetzt werden, um durch eine gute Schulverpflegung das Wohlbefinden der Kinder und damit die Lern- und Leistungsbereitschaft dieser zu fördern. Allerdings ist die Frage des Verantwortlichen und Zuständigen für die Schulverpflegung immer noch nicht ausreichend geklärt, was eine wichtige Voraussetzung für eine gute Schulverpflegung darstellt. Auch dem Punkt Hygiene in der Schulverpflegung muss noch mehr Beachtung beigemessen werden.
An diesen Vortrag schlossen sich die Vorträge von Hanna Boklage, DGE Niedersachsen, Sektion Oldenburg sowie die Projektvorstellung der BKK Wolfsburg zum Thema Prävention von Essstörungen durch Birgit Leuchtmann-Wagner an. Einen weiteren Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen dem Netzwerk OsSVita (Ostfriesland – Schule und Leben) und der neu entstandenen Internetplattform WeSVita (Wesermarsch – Schule und Leben) als Schwesternnetzwerk. Beide Internetplattformen haben das Ziel, eine bessere Vernetzung und Kooperation von Projekten in der Ernährungsbildung in der Wesermarsch und Ostfriesland zu schaffen. Auf den Internetseiten www.ossvita.de und www.wessvita.de kann man sich über verschiedene Projekte informieren, geplante Veranstaltungen und Termine einsehen etc. Die beiden Ansprechpartnerinnen Inge Warns (WesSVita) und Gerda Mülder (OsSVita) betonten, dass die Internetplattformen auch davon leben, dass in diesem Bereich tätige Personen sie mit Informationen zu Projekten, Veranstaltungen aus der Region, Verlinkungen etc. „füttern“.
Praxisnahe Tipps zu den Qualitätsstandards in der Kita und der Schule erhielten die TeilnehmerInnen am Nachmittag in zwei weiteren Vorträgen. Milan Hollingshaus, Vernetzungsstelle DGE Schulverpflegung Osnabrück, stellte die bereits zweite Auflage der Qualitätsstandards für die Schulverpflegung vor. Diese Standards dienen als Orientierung- und Entscheidungshilfe einer qualitätsgesicherten Schulverpflegung und können als Broschüre von Interessierten bei der DGE bestellt werden. Beratend stehen den Ganztagsschulen außerdem die Ansprechpartner der drei Vernetzungsstellen für Schulverpflegung zur Verfügung.
LVN/Klärs
