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Rohstoffwert November 2009 und Marktentwicklungen

27. November '09
Für den Monat November 2009 wurde vom ife Informations- und Forschungszentrum für Ernährungswirtschaft e.V., Kiel, auf Basis durchschnittlicher Marktpreise für Butter und Magermilchpulver ein abgeleiteter Rohstoffwert für Milch mit 3,7 % Fett und 3,4 % Eiweiß in Höhe von 29,1 ct/kg ermittelt. Gegenüber dem Vormonat stieg der Wert damit um 2,9 ct/kg an. Gleichzeitig lag er um 8,8 ct/kg (43,2 %) über dem Wert des Vorjahresmonats.
Der Berechnung lagen Notierungen für Butter von 363,9 EUR/100 kg und für Magermilchpulver von 195,8 EUR/100 kg zugrunde.
Wie schon in den vergangenen Monaten, wird im abgebildeten Diagramm der Rohstoffwert frei Molkerei mit dem tatsächlichen, durchschnittlichen Milchauszahlungspreis ab Hof für Niedersachsen gegenübergestellt und nachfolgend ein kurzer Überblick zum Marktgeschehen gegeben:
Nachdem die niedrigste Milchanlieferung 2009 in Niedersachsen in KW 43 beobachtet werden konnte, steigt sie seitdem wieder saisonbedingt. Insgesamt bewegt sie sich dabei seit dem Sommer über dem Niveau der Vorjahre.
Die Produktionsverschiebung in Niedersachsen von Butter zu Kä-se hält weiter an. Bei Butter haben sich die Preise seit der Erhöhung im Oktober auf dem erreichten Niveau stabilisiert. Im Bereich Käse sind die Exporte nach Russland zuletzt zurückgegangen, in Südeuropa wird hingegen weiterhin von regen Exporten berichtet. Im Inland wird seit einigen Monaten von geringen Lagerbeständen berichtet, so dass neue Kunden nicht bedient werden können. Diese Situation spiegelt sich seit einigen Wochen auch in den Preisfeststellungen wider. Besonders bei Brotware ist der Preis vom Jahrestiefststand mit 2,20 €/kg auf aktuell 2,65 €/kg gestiegen. Vom Niveau vor den „Preisturbulenzen“ (3,00 – 3,50 €/kg) sind sie jedoch weiterhin deutlich entfernt.
Auf dem Pulvermarkt werden feste Preise im Bereich Industrieware beobachtet. Ähnliches gilt für Molkenpulver und Futtermittelware – die Märkte werden teilweise als fest und stabil bezeichnet. Während in der milchstarken Zeit große Mengen in die Intervention gingen, sorgt aktuell die saisonal knappe Rohstoffverfügbarkeit für Marktentlastung und damit für stabile bis leicht steigende Preise.
Die steigenden Notierungspreise im Bereich Butter und Pulver ließen den Rohstoffwert für Oktober und Novem-ber erneut steigen. Mit einer Preiserhöhung von jeweils rund 1 Ct/kg im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Milchauszahlungspreise für Niedersachsen zwei Monate nacheinander. Weitere Erhöhungen sind durch die aktuelle Marktsituation vorauszusehen. Gleichzeitig wird es wahrscheinlich zu entsprechenden Nachzahlungen Ende des Jahres kommen.
DRV/LVN Meyer

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