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Milch an der Spitze der Getränkerangliste

21. August '09

Ergebnisse der KidsVerbraucherAnalyse 2009

Naschen ist beliebt und Milch liegt an der Spitze der Getränkerangliste. Internet und eigenes Handy werden für Kinder immer selbstverständlicher. Diese Ergebnisse lieferte die vor kurzem veröffentlichte KidsVerbraucherAnalyse 2009, die seit 16 Jahren detaillierte Informationen zum Medien- und Konsumverhalten der 6- bis 13-Jährigen liefert.

Die Studie untersucht auch das Ess- und Trinkverhalten der Kinder: Bonbons, Kaugummi, Schokoriegel und Fruchtgummi sind beliebt: Rund 38 Prozent der Kinder geben an, mehrmals wöchentlich davon zu naschen. Das sind allerdings deutlich weniger als zu Beginn des Jahrtausends, als es noch zum Teil deutlich über 40 Prozent waren. An der Spitze der Getränkerangliste liegt Milch, gefolgt von Mineralwasser und Fruchtsäften. Eine "Renaissance" feiern die Limonaden. Durch die Bionaden sei das Image der Limonaden besser geworden, begründete der Leiter Marktforschung des Verlags, Ralf Bauer. Limonaden gelten jetzt nicht mehr wie früher als "Zähnekiller".

Internet und Handy immer selbstverständlicher

84 Prozent der 10- bis 13-Jährigen und immerhin jeder dritte 6- bis 9-Jährige sind nach der vom Egmont Ehapa Verlag vorgestellten Kids-Verbraucheranalyse 2009 fast täglich online. In Deutschland leben rund 5,7 Millionen 6- bis 13-Jährige. 3,7 Millionen von ihnen, also rund zwei Drittel, sitzen in ihrer Freizeit vor dem Computer, um zu arbeiten oder zu spielen. 16 Prozent haben sogar einen eigenen PC, die anderen nutzen den ihrer Eltern mit. Das bedeutet aber nicht, dass das Lesen aus dem kindlichen Alltag verdrängt wird. 90 Prozent der Kinder schmökern in Zeitschriften oder verschlingen Bücher (82 Prozent) - Werte, die im Vergleich zum Vorjahr sogar nochmals gestiegen seien. Es zeige sich eher die Tendenz einer Spaltung, sagte Höhn. Auf der einen Seite seien Kinder, die die Medien breit nutzten, auf der anderen diejenigen, die sich grundsätzlich weniger damit auseinandersetzten.

Handys zählen mittlerweile bei den meisten Kindern zur normalen Ausstattung: Waren es 2008 noch 64 Prozent der älteren Kinder, sind es nun 69 Prozent, die damit telefonieren, Kurzmitteilungen schreiben oder fotografieren. Dafür werden im Jahr durchschnittlich pro Kind 283 Euro ausgegeben, 2008 waren es noch 284 Euro.

60 Prozent der Kinder beteiligen sich an den Kosten oder zahlen sogar alles allein.

Dabei bekommen auch die Kinder die Wirtschaftskrise zu spüren - und erhalten weniger Taschengeld als früher. Durchschnittlich streichen sie nur noch 21,87 Euro ein und damit 1,42 Euro weniger als 2008. Insgesamt haben sie 2009 damit knapp über sechs Milliarden Euro zur Verfügung. Das sind rund 400 Millionen Euro weniger als im Vorjahr.

Kinder bekamen der Studie zufolge nicht nur weniger Taschengeld, ihre Eltern sparten auch an Bekleidung. Sie gaben lediglich 309 Euro dafür aus, zehn Euro weniger als im Vorjahr. Für Spielzeug hatten sie nur noch 173 Euro (minus sieben Euro) zur Verfügung. Die Kinder selbst geben ihr Geld am liebsten für Süßigkeiten, Zeitschriften und Eis aus.

Marken trotz Krise ein Muss

Negative Auswirkungen auf das Markenbewusstsein hat das geschrumpfte Budget offenbar nicht. Im Gegenteil: Markenprodukte würden immer wichtiger, sowohl bei Schuhen und Bekleidung als auch bei Lebensmitteln, heißt es in der Studie. Auch die Bereitschaft der Eltern, Markenwünsche zu erfüllen, steige. Daran zeige sich, dass an Kindern doch zuletzt gespart werde, sagte Höhn. Marken dienten als Anker und Orientierung in einer immer unübersichtlich werdenden Welt.

Befragt wurden für die repräsentative Studie des Egmont Ehapa Verlags 1627 Kinder und jeweils ein Erziehungsberechtigter im Zeitraum vom 6. Februar bis 27. März 2009. Die Studie zum Verbraucher- und Medienverhalten junger Zielgruppen wird seit 1993 jedes Jahr durchgeführt.

Egmont ehapa/LVN